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Gopi.de ist eine instutionsfreie Seite zu Bhakti-yoga, die der transzendentalen Liebe aus reiner Anziehung ohne Bedingungen und ohne Vorschriften – freie Bhakti – gewidmet ist.
Wissenschaft ohne Glauben führt zu Zweifel, Glaube ohne Wissenschaft führt zu Aberglauben. Diese Seite ist der rational-wissenschaftlichen sowie der transrational-spirituellen Erforschung der ewigen Wahrheit gewidmet. Sie ist für prärationale, mythisch-ideologische Herangehensweisen nicht geeignet.
Brahma-butah prasannatma
Na socati na kanksati
Samah sarvesu-bhutesu
Mad-bhaktim labhate param.(Srimad Bhagavad-gita 18.54)
Übersetzung:
»Wer auf diese Weise in der Transzendenz verankert ist, erkennt sogleich das höchste Brahman und wird von Freude erfüllt. Er klagt niemals, noch begehrt er irgendetwas. Er ist zu jedem Lebewesen gleichgesinnt. In diesem Zustand erreicht er reine Bhakti für Mich.«
Erläuterung:
Reine Bhakti beginnt nach der Befreiung. Befreiung bedeutet die Erlangung der brahma-butah-Stufe. Brahma-butah ist die erste und grundlegende Stufe der Erleuchtung, die Verwirklichung des brahman. Das bedeutet, weder etwas zu begehren noch etwas abzulehnen, durch transzendentale Freude im Selbst zufrieden zu sein und alle Lebewesen mit gleichen Augen zu sehen. In diesem Zustand ist es möglich, reine, bedingungslose Bhakti, Liebe zu Gott, zu erlangen. Liebe zu Gott ist nicht identisch mit Liebe zu Menschen oder Lebewesen. Da Gott, Krsna, der Ursprung von allem und das stärkste spirituelle Energiezentrum ist, das in jeder Hinsicht den Menschen von Bedeckungen wie Illusion, Egoismus und Unwissenheit befreien kann, gibt die Liebesbeziehung zu ihm vollkommenes Wissen, tiefen inneren Frieden und Ewigkeit, sowie höchste transzendentale Glückseligkeit. Gott ist mithin der idealste Adressat für unsere Liebe. Gleichwohl strahlt diese Liebe auf alle Lebewesen aus. Der Weise sieht in den Lebewesen keine Unterschiede mehr, sondern sieht alle gleichermaßen in Liebe, erkennt er doch, dass alle ewige Teile Gottes sind, seine Schöpfung und zu seiner Verherrlichung und Lobpreisung gedacht.
Es geht hierbei nicht um Moral, sondern um die wesensgemäße, ontologische Beschaffenheit der Wirklichkeit und insbesondere der Lebewesen, ihre Bestimmung und inhärente Aufgabe.
Unter Berücksichtigung dieser ontologischen Axiome (Gott, das Lebewesen und die Liebe zwischen den beiden) erst ergibt die Existenz des Lebens einen Sinn.
