Reaktion auf „Freie Bhakti“

1.12.2006, R. devi dasi

Liebe Hariballabha,
ich habe es doch hingekriegt und gelesen. Es ist super! Er spricht mir so
oft aus der Seele! Wird das irgendwo veröffentlicht? Das sollten alle Devotees,
auch die Gurus lesen…
Ich kann es mir vorstellen, daß viele Devotees iritiert darüber sind. Sollen
sie ruhig sein 🙂 Warum denken bloß nicht die Leader so ähnlich?
Vielen Dank, daß du es mir zugeschickt hast!

Lieben Gruß, R.

1.12.2006, K. devi dasi

Hare Krsna, lieber Ram Das!

Meine Dandavats. Alle Ehre sei Srila Prabhupada!

Lieber Ram Das, ich möchte Dir nun persönlich meinen Dank aussprechen, dass Du das, was viele Devotees unter „diesen Zwängen“ fühlen, analysiert und niedergeschrieben hast!
Für mich selbst hat das, was ich da lesen durfte, Hoffnung und zum Teil auch schon Befreiung gebracht. Alles braucht seine Zeit, …
Ich war sehr unglücklich unter diesen Zwängen, habe mich so sehr angestrengt Allem gerecht zu werden, doch sah ich Krsna als Bestrafer und Vergelter, weil ich dem „mir Auferlegtem“ nicht gerecht wurde. Ich habe, besonders seit ich Devotee bin noch keine Liebe zu Krsna gefühlt und war sehr besorgt, warum sich das in meinem Herzen nicht „entwickelt“.

Durch Deinen Mut, diesen Artikel zu schreiben und mit anderen zu teilen, (Danke Hari!) hast Du mir die Augen geöffnet, ja, ich denke, es rettet sogar meine Ehe! Nun fühle ich schon ein wenig Befreiung und auch schon ein Klietzkleinwenig Liebe für Gott in meinem Herzen.
Ich kann Dir mit Worten gar nicht beschreiben, wie dankbar ich Dir dafür bin!

Ich wünschte so sehr, dass alle Devotees das „Freies Bhakti“ lesen könnten, um dann, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind und Gott aufrichtig suchen, ihre Schlüsse daraus zu ziehen.

Dieser Artikel muss unbedingt auf Englisch übersetzt werden! Ich würde es gerne tun, doch habe ich in nächster Zeit zu viele andere Prioritäten.

Lieber Ram Das, Eddy und ich würden so gerne mal mit Dir über dieses Thema sprechen und noch zu vertiefen, wäre das möglich? Wo wohnst Du?

Nochmals herzlichen Dank für Deinen Mut, diesen Artikel zu schreiben, hat uns sehr aufgebaut.
Lass Dich nicht unterkriegen von irgendwelchen „Pharisäern / Fanatikern“, wir stehen voll hinter Dir und bestimmt auch alle Devotees, die ehrlich und aufrichtig sind!

Alle guten Wünsche und Krsna’s reichen Segen wünscht Dir

Translation: My dear Ram das, I want to thank you personally that you analysed and wrote down what many devotees feel under this pressure. What I could read there gave me hope and partially already liberation. Everything needs it’s time… I’ve been very unhappy under this pressure. It was very exausting to do everything correct and to satisfy all the requirements. I saw Krsna as chastiser and revenger because I couldn’t satisfy that what was packed on me. Especially since I am full devotee I didn’t feel love for Krsna and I was very concerned, why this is not coming in my heart. With your courage to write and to share this article (Thank you Hari!) you opened my eyes. Yes, and I think this will even save my marriage. Now I feel already a little bit of freedom and a tiny spark of love for God in my heart.

DD
K.

30.11.2007, K. S. das

Lieber Ram das
dandavat und danke für deine wunderbaren Beiträge im Viveka und durch eine Fügung durfte ich dein Referat über Freie Bhakti lesen, das mich sehr inspirierte und sastrisch gerade zu genial aufgebaut ist.
Möchte fragen od du es mir vielleicht irgendwie zukommen lassen könntest da ich es nicht selber besitze.
anbei eine kleine Verwirklichung bzgl. Freier Bhakti….

alles Gute fürs Jupiter Jahr und bleibe weiterhin eine inspirierende Quelle so vieler draußenlebender Vaisnavas
Dein K. S. das

29.11.2006, H. d.d.

Lieber Ram das,

mein Mann und ich finden Deine Zusammenfassung über ‚Freies Bhakti‘ super.
Ich schickte es gleich an verschiedene Freunde, darunter auch K. d.d.
(keine NM-Schülerin). Ich bekam gleich nächsten Tag von ihr eine Mail mit
folgenden Fragen:

„Kennst Du ihn? Kannst Du uns bei einer Verbindung für uns mit ihm
behilflich sein? Das wäre toll! Ich wünschte, es gäbe mehrere solche
Devotees! Sie sind lebendig, zu solchen fühlen wir, mein Mann und ich uns
hingezogen.

„Meine Liebe, ich wünschte ich hätte diesen Artikel auch auf Englisch.
Gibt es eine englische Version?“

So, sie erhält diesen Brief auch. Somit seid ihr in Kenntnis Eurer e-mail
Adressen und könnt Euch austauschen.

Ganz toll, Ram, das Du das, was so viele fühlen und denken, schriftlich
niedergelegt hast. Es gab vor vielen Jahren, Anfang der Neunziger schon
einmal einen Bhakta, der ähnlich diese Punkte in Radhasesa aufgebracht
hatte, aber ganz schnell wieder verschwand. Der Zeitpunkt schien noch nicht
reif, aber jetzt, nachdem die Devotees realisieren, dass irgendwie die
Bhakti ausbleibt, wirst Du mit Sicherheit ein offenes Ohr bei vielen finden,
zumindest bei denen, die nicht alles in ihrem Leben zuzudeckeln wissen.

Ich habe bei dem Brief heute morgen von M. an Dich (den er mir ja auch
zukommen liess), wirklich weinen (aber auch teilweise lachen) müssen. Er
fühlt sich endlich verstanden.

Dieser Text wird eine Revolution einleiten. Ich werde ihn auch Ramakanta,
der Chef der Pamho-software schicken und wenn er es erlaubt, dann
veröffentliche ich ihn im German Free Forum.

Lass‘ uns unbedingt mit Gurudeva darüber sprechen, wenn er nach D kommt im
nächsten Jahr. Gut wäre unbedingt eine englische Übersetzung, wie schon
K. d.d. erwähnte.

Alles Liebe

Eure H.

27.11.2006, M. das

Haribol Ram Prabhu,

H. d.d. hat mir gerade von deiner Auseinandersetzung wegen Bhakti
erzählt und wie du siehst mir deine Ausführungen zugesandt, zu denen ich
auch gleich Stellung nehmen will und muß.

Ich habe bisher nur die Einleitung und die zitierten Verse gelesen, um nun
unter Tränen am PC zu sitzen und dieses zu schreiben. Ich kann dir nur voll
und ganz zustimmen, das weiß und fühle ich deutlich, selbst wenn ich nicht
alles vollständig gelesen habe.

Krsna ist Liebe, Krsna ist Bhakti, ist Vrndavana, das Herz von Vaikuntha =
frei von Angst.

Liebe Gott über alles, liebe deinen Nächsten als dich selbst, liebet eure
Feinde, segnet die euch fluchen, denn ihr seid das Licht der Welt, ihr seid
das Salz der Erde. Wenn das Salz nun dumm wird, womit soll man es salzen?

Jederzeit bin ich gerne bereit, mit jedem darüber zu sprechen auch wenn das
nicht heißt, darüber zu konträr zu diskutieren. Wir können niemals
diskutieren, ob das wirklich so ist, das können wir nur selbst in Beziehung
zu Krsna erfahren. Wir können uns lediglich helfen, einander diese Erfahrung
näher bringen und uns anleiten, Liebe zu erwecken. In allen Schriften,
Predigten und Diskussionen dürfen wir niemals vergessen, dass dies das
Wichtigste ist, das Erwecken von Liebe. Oder wie Van Maharaja es genannt
hat: „Heartmelting – one day it will come – heartmelting. So Jagannatha is
what? Always mercyfull!“ Lord Jagannatha ist mir das beste Beispiel dafür.
In seinem Tempel in Jagannatha Puri haben nur Hindus Zutritt, doch 1x im
Jahr kommt er zum Ratha Yatra raus und zeigt sich allen ohne Unterschied.
Ja, er kommt sogar in den Westen, um in Berlin im Karneval der Kulturen
mitzufeiern! Jaya Jagannatha!

Ich selbst bin nach wie vor nicht in der Lage Regeln und Regulierungen des
Vaidhi-bhakti wirklich einzuhalten. Als Schwuler lache ich mich heute noch
kringlig bei der Idee, ich sollte irgendwann safrangekleidet jeden Kerl
umärmeln dürfen doch jeden Kontakt zu Frauen vermeiden. Allein die
traditionelle Geschlechtertrennung ist für sämtliche Vertreter des dritten
Geschlechts ein schlechter Witz. Ich trage keine Brahmana-Schnur, kann keine
japa chanten und komm auch längst nicht ohne Sex aus. Gurudeva weiß alles
von mir und ich bitte ihn regelmäßig darum, mich so mit Liebe zu füllen,
dass sie mir aus allen Poren und den Augen quillt und wie eine Fontäne aus
der Schädeldecke sprudelt. Irgendwie muß ich schließlich damit klar kommen,
dass ich nicht nur schwul, sondern auch seit meiner Pubertät äußerst
nymphoman veranlagt bin und sich das erst in letzter Zeit reguliert, seitdem
ich mich Gurudeva hingebe und in atmanivedanam übe. Ebenso weiß Gurudeva,
dass ich in der Schwulen Szene sowohl klassisch als auch erotisch massiere
und ermutigt mich gleichzeitig mein Enhgagement für die Berliner
Congragation und die Neugründung des Berliner Tempels aufrecht zu erhalten.

Ich bitte zwischenzeitlich um Verzeihung, falls ich dir zu unsortiert
hervorsprudel, doch ich bin kein großer Intellektueller und freue mich eher
von Herzen und aus dem Gefühl heraus quasi spontan und automatisch schreiben
zu können.

Regeln und regulierende Prinzipien können aus alledem auch aus meiner Sicht
immer nur Empfehlungen und Mittel zum Zweck sein. Der Zweck hingegen kann
immer nur reine Liebe zu Absoluten Wahrheit in Person sein. Wir sollen Krsna
lieben und noch mehr Radharani. Krsna ist die wurzellose Wurzel, die
Absolute Wahrheit in Person, Radharani, die Königin des Dienens, dient
dieser Person, sie ist Seine innere Freudenenergie. Er ist die ursprüngliche
Sat-Cit-Ananda-Vigraha, wir sind anteilige sat-cit-ananda-vigrahas, Balarama
ist Sat, Krsna ist Cit, Radharani ist Ananda. Liebe erwecken und unserer
wahren sat-cit-ananda Natur zu folgen und sie zu leben, heißt also unsere
innere Freudenenergie zu wecken. Wessen innere Freudenenergie sich zu Regeln
und Verboten hingezogen fühlt, soll Krsna so dienen, eine grundlegende
Bedeutung von Regeln und Verboten läßt sich daraus nicht ableiten. Immer
wieder wird betont, dass es sich um eine intime individuelle persönliche
Beziehung zwischen Schüler und Lehrer, in der parampara, was wie ich gelesen
habe nicht nur Schüler-Lehrer-Folge sondern auch Herz-zu-Herz heißt, und
schließlich zu Krsna-Cit-Bewußtsein-Liebe und Radharani-Ananda-Freude-Glück
handelt. Regeln und Verbote müssen also auch immer individuell in der
intimen persönlichen Beziehung angewandt werden um Liebe zu erzeugen und das
Herz zum Schmelzen zu bringen. Geschieht das nicht, kein Erwecken der Liebe,
kein Herzschmelzen, war, ist und bleibt alles tot=materiell. Das Salz wird
dumm.

Dasselbe sagt bereits unsere oberste Leitlinie von Gurudeva:
anyabhilasita sunyam karmady anavritam anukulyena krsnanum silanam bhaktir
uttama

Uttama bhakti ist das Ziel, nicht madhyam. In madhyam lernen wir in
Fortgeschrittene, Gleichgeordnete, unschuldige Gefallene und Neider zu
unterscheiden. Doch letztlich ist uttama das Ziel, natürliche Bhakti frei
von Unwissenheit und frei von Unterscheidungen. Im webcast habe ich erst von
Gurudeva selbst gehört, dass der Uttama-bhakta eigentlich gar nicht predigen
kann, da er keinen Sinn hat, für wen er predigen sollte. Er sieht alles und
jeden als gleichermaßen gottgeweiht an. Nur der Madhyam-bhakta, der noch
nicht ausgereifte, predigt in seiner Barmherzigkeit, und zwar unabhängig
davon, ob er nun ein Uttama in Verkleidung eines Madhyam ist oder ein
„echter“ Madhyam, der von Karmi und Kanistha aufgestiegen ist. Wir können so
unsinnige Diskussionen also ohne weiteres vernachlässigen.

In diesem Sinne meine ich, wir sollen uns wünschen und danach sehnen, uttama
zu sein, nicht zu werden. Srila Prabhupada hat auch nicht umsonst die
moderne Wissenschaft angezählt, immer auf die Zukunft zu vertrösten, in der
wir endlich ewig glücklich werden. Jede Religion, jede Wissenschaft, jede
Philosophie wirft das allen anderen vor, dass sie nur vertrösten, nichts als
minderwertige Denkmodelle bieten aber echte Ergebnisse schuldig bleiben.
Krsna Bewußtsein ist hier und jetzt. Hier und jetzt sollen wir uttama vor
Liebe zum Höchsten und Seiner gesamten Schöpfung überquellen. Hier und
jetzt, so verspricht es jedeSchrift und jede Religion undjede spirituelle
Linie können wir vollkommen befreit unsere wahre Natur leben, wie auch immer
sie ist als Dienst am Höchsten ohne Anhaftung und ohne Abscheu, jenseits von
Gut und Böse.

Es mag „puffed-up“ klingen, doch ich sehe, wie sich meine Jagannatha-deities
freuen. Sie haben sich gefreut, als ich während des Parikramas solange wie
möglich im Zölibat ausgehalten habe und sie haben sich auch diebisch für
mich gefreut, als ich dann endlich wieder Sex hatte. Sie habe jetzt
regelmäßig Tränen in den Winkeln ihrer lächelnden Augen, wenn ich solche
Texte schreibe, mich mit Melissa um die Congragation kümmer, einen
Genesungsgruß für Indira gestalten will und mich für Sadhu sanga einsetze.

„Gib alle Religion, alle egozentrischen Vorstellungen auf und ergib dich
einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen und allem Leid
befreien. Fürchte dich nicht.“

Ich bete zu Guru und Gauranga, zu Lord Jagannatha, Balarama und Subhadra, da
wir mehr und mehr Liebe in uns erwecken, so dass sie sich wie versprochen,
wie Nityananda, überallhin und von Tür zu Tür in alle Herzen verteilt.

Jaya Jagannatha,
M.

20.12.2006, S. d.d.

Ich fand gerade die Beschreibung Deiner persönlichen Erfahrungen sehr mutig und interessant, genauer gesagt, hat mir dies sehr gefallen. Dieses sich mitteilen, über die eigenen Erfahrungen berichten, über sich selbst reflektieren, das wird meiner Meinung nach immer noch viel zu selten in Devoteekreisen praktiziert. Außerdem strömte ein ganz warmes Liebesgefühl in mein Herz als ich den Text gelesen habe. Vergehen fühlen sich bei mir wahrlich total anders an (habe leider auch damit schon Erfahrungen machen müssen!). Tut mir leid, dass ich die mail an Radha Madhava weiter geleitet habe, hätte nicht gedacht, dass er gleich sooo drauf anspringt…

Translation: Especially your descriptions of your personal experiences I consider very couragous and interesting, meaning: I liked it very much. This disclosure and communication about the own experiences and reflecting about oneself is in my opinion much too rare in the sangha. And furthermore a warm sentiment of love came in my heart when I read the text. Offenses really feel different (I have this experiences too). I am sorry that I forwarded the mail to Radha Madhava. I didn’t suggest that he would react so heavily.

28.12.2006, V. C. d.

All Glories to Sri Guru and his Grace

Lieber Ramdas prabhu
Haribol

Ich hoffe du bist wohlauf und lässt dich von deinem (unseren eigentlichen Kurs) Richtung…“ Bhakti“ nicht abbringen.
Was du in deinen Aufsatz „free-bhakti“ geschrieben hast findet voll und ganz meine Befürwortung, mehr als das, meine innere Bereitschaft der Unterstützung. Bhakti ist ja tatsächlich völlig unabhängig von jeder anderen Ursache ausser sich selbst, ähnlich wie „Sri Krsna“ wenn Lord Brahma in der Brahma-samhita sagt: sarva-karana-karanam…
Du sprichst mir tatsächlich vom Herzen…ich muß jetzt wirklich überlegen ,aber solch einen transparenten Aufsatz ,oder wie du selber sagst „Thesen“ habe ich in meinen ganzen Leben noch nicht mit soviel Klarheit und Logik wie auch offensichtlichen Zusammenhängen zwischen Ursache und Wirkung vernommen. Außerdem zeigt mir das auch das, um solch einen Aufsatz zu schreiben und ihn dann auch noch zu veröffentlichen, ganz genau wie du es ja auch getan hast, das dazu eine gehörige Portion „Mut“ gehört. Vor allem Demut ,eben den Mut zu dienen, denn was wir am meisten in unserem Leben gelernt haben ,ist sich bedienen zu lassen, es wird Zeit umzudenken und auch demgemäß zu handeln.
Selbst sehe ich im Spirit deiner Worte die Aussage von „Sri Krsna“ in Person bestätigt, wenn Er in der B.Gita sagt „Ich bin die Fähigkeit im Menschen. Ich habe auch nichts dagegen ,wenn du diese meine eigenen Worte die ich dir jetzt schreibe an alle anderen weitergibst, das gibt mir inneren Frieden ,denn wenn ich sterbe kann ich mir zumindestens sagen, ich habe versucht der Wahrheit zu dienen. Aber das lass ich jetzt einfach mal im Raum stehen.
Es ist tatsächlich wahr alle Welt redet und singt vom „Karma“ Aktion und Reaktion und doch sind nur wenigen die realistischen Zusammenhänge die in dieser dualistischen Welt herrschen, und ständig in einem Austausch stehen, bewusst.
Gerade die Devotees sollten doch die Notwendigkeit erkennen diesen Weg oder auch Alternative zur Bewusstseinserweiterung ,die Annäherung zu „liebenden Bhakti“ auf einer unkonventionellen, ungezwungeneren Ebene zu gehen, genau wie du sagst“free Bhakti“
„Liebe“ ist natürlich wesentlich mehr als Freiheit, denn selbst in der weltlichen Liebe ,ich denke da besonders an die Beziehung „Mutter und Kind“ es gibt bestimmt auch Ehepaare die unzertrennbar sind, ist Freiheit eine Charakteristika, oder wie könnte man sie definieren ? , die die der Liebe untergeordnet ist, denn Liebe bindet auf Kosten der Freiheit, sie ist das wertvollste was es zu erlangen gibt, auch da ,gerade da sind absolute und relative Betrachtungsweisen im göttlichen Spiel der Anmut und Schönheit, ob wir die Freiheit der Liebe bevorzugen ? das wird sich zeigen ,wenn Bhakti sich zeigt.
Das jetzt Personen z.B Schüler von A.C-Bhaktivedanta-Svami die seit mehr als 30 Jahren bhakti-yoga praktizieren (zu denen auch ich gehöre) jetzt nicht vor reiner und nichts als reiner Gottesliebe sprühen, obwohl sie so vielen Geboten und Verboten folgten, hat wohl auch noch andere Gründe.
Srila Sridhar Maharaja sagt dazu: das Krsna alle Rechte vorbehalten hat, denn wenn es nach Recht und Gesetz gehen würde, hätten wir alle „absolut keine Chance. Es ist die Barmherzigkeit die über allen steht und in Bhakti-devi der personifizierten reinen Liebe zu Gott manifestiert ist.
Wenn ein Geweihter des Herrn tatsächlich reine Liebe im Herzen verspürt, macht Er bestimmt keinen großen Deal daraus dieses auch noch zu veröffentlichen, damit jeder auch sehen kann wie fortgeschritten „Er“ doch ist. Es gibt da ganz besondere Symthome der reinen Liebe zu „Sri Sri Radha und Krsna“ die besonders im Necktar der Hingabe für uns annähernd beschrieben werden. Aber Imitation ist vollkommen zwecklos, das ist nicht wirklich allen bewusst.
Abgesehen davon das deine persönlichen Sichtweisen ,die ja auch auf Erfahrungswerten gründen, sich mit denen der hl.sastras decken und bestimmt auch mit denen vieler Heilige ich würde sogar behaupten mit allen die ein heiles und hl.Leben anstreben, wirst du bestimmt bei mehr als einer Person eines Anwärters für Krsnabewusstsein auf Granit stossen. Aber was zählt ist ja nicht die Quantität ,sondern die Qualität, je reiner ein Produkt ist desto größer ist auch der Wert und wenige sind bereit den Preis dafür zu bezahlen, den meisten fehlt wohl tatsächlich auch der Gegewert. Im Bhaktirasamrta-sindhu fällt das Wort „laulyam“ große Begierde, oder auch Tränen zu vergiessen, um „Bhakti“ zu erreichen, als Gegenwert oder Preis. Wer kann und will, den schon bezahlen?
Srila Prabhupada sagte einmal: I am selling Diamonds not Grocery. Dieses sagte Er zu meinen lieben Freund und Gönner Sripad „Ksirodakasayi-Visnu- Maharaja den ersten Schüler aus Indien, den „Svami Maharaja“ in der westlichen Welt 1969 in London einweihte, was Er auch in seinem Buch „Sweet memories of Srila Prabhupada“ verewigte. Und am Ende dieses Gesprächs sagte Srila Prabhupada ihm: “ I am selling Diamonds ,so if I get one customer like you, I am fully satiesfied!“
Nun gut lieber Ramdas prabhu du kennst mich wahrscheinlich nur vom sehen aus ,aber eigentlich ist doch das was die Augen sehen nicht das massgebende, oder das was mit uns selbst identisch ist, das bezieht sich auch auf „Sri Guru and his Grace“ ,aber dieses Thema so habe ich es besonders in der letzten Zeit bemerkt, findet kaum Anklang in der Vaisnava-Gemeinde, besonders in Hinblick auf das richtige und authentische Verhalten eines suchenden, oder auch studierenden. Es geht nämlich um das haargenaue unterscheiden zwischen Form und Essenz bzw.relativen und absoluten Betrachtungsweisen und derer Unvereinbarkeiten. Entweder das eine oder das andere, beides zusammen ist wie Öl und Wasser.
Das Buch „Sri Guru and his Grace“ von „Srila Bhakti-Raksak Sridhar Maharaja“ ist für jeden aufrichtigen Sucher der Wahrheit egal vom „Wem“ er auch eingeweiht sein mag,( der ursprüngliche geistige Meister ist „Srila Nityananda Prabhu“ Er verkörpert das „guru-tattva“) von höchster Bedeutung und deshalb sehr sehr empfehlenswert, ein muss.
In diesem Sinne lieber Ramdas prabhu hoffe ich das ich dir, ohne zu schmeicheln genauso wie ich es fühle meine Geisteshaltung „annähernd“ zu deinen niedergeschriebenen Thesen ,zum Ausdruck bringen konnte.
Komme gut und wohlbehalten ins neue Jahr, und möge sich der Weg für viele Anwärter des Krsnabewusstseins ungehindert öffnen.

dasanudasa: V. C. das

3.1.2007, V. I. d.d.,

Die gopi seite ist KLASSE! ich habe die These gelesen und weiss nicht, was das für wirbel bringen kann als psychopathologische zustände der Geister, die sich noch weit von Gott was zu sprechen von Krisna befinden, ich sage nich die sogenannten fanatiker, weil ich bin ein wahrer fanatiker und Du auch und Gurudev auch, aber wir sind fanatisch innerlich und schaden niemanden damit, sondern helfen sogar…
Ram Du kennst die Sache, verschwende nich Zeit mit dem blabla mit den Leuten, die nicht weiter kommen wollen, ich weiß, das ist reizend, mit allen für Krsna zu kämpfen, aber besser lebe und gebe beispiel, wer das sehen will, kann es sehen, wer nicht das ist es egal. ich wünsche Dir wirklich viele solche Thesenpapiere, die krankheiten der illusionen HEILEN werden und können!

12.1.07, T. d.

Lieber Ram das,

Deinen Artikel „Freie Bhakti“ habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Sehr, sehr gut und wichtig. Ich habe ihn bereits an fast alle Devotees weitergeleitet die ich kenne (manche, wie Krsna Candra, kannten ihn schon).
Ich habe gehört, dass er schon viel von sich hat reden machen. Gibt es ein Forum in Internet, wo darüber diskutiert wird? Da würde ich gerne mitreden.
Weiter so mein Lieber.
Ich wünsche Dir viel Segen

Dein
T.

15.1.07, T. d.

Ja, lieber Ram das,
da hast Du Dich echt was getraut. Ich finde es super. Die meisten denen ich gemailt habe auch. Es war aber auch jemand dabei, von dem ich es nicht erwartet hätte, der Dich am liebsten dafür schlagen würde. Traurig. ISKCON hat uns oft mehr hassen als lieben gelehrt. Aber wir brauchen das falsche nicht anzunehmen. Aber das ist ein Prozess. Schön dass Du in Diesem bist.
Auch eine schöne Gelegenheit Schmach und Ruhm gegenüber gleichgültig zu werden, oder?

Haribol
T. d.

31.1.07, G. d.

Insgesamt echt ein sehr gut geschriebener Text mit einer extrem wichtigen Botschaft. Ein echter Meilenstein in der Geschichte des Vaishnavatums im Westens. Bravo!
Bis bald
G.

22.5., A. P. d.d.

Ich bin immer noch dabei das Ganze zu verdauen, was ich total interessant fand war, dass ich nach der Krankenhauserfahrung nur nach Hause wollte, und mir aber einige gesagt haben ich solle noch bleiben, es war auch so etwas wie „der und der Sannayasin hat gesagt ich solle noch hier bleiben und gleichzeitig schwang da so ein Unterton mit, wie wenn ich das jetzt unbedingt befolgen müßte was dieser Sannayasin gesagt hat, anderseits würde es ein Vergehen sein, und umsomehr wollte ich nur mehr meinen Reisepass und weg, dann sagt mir ein Brahmachari die Pässe kann man nicht so leicht aus dem Deposit bekommen, und ich denke während der ganzen Lecture, die Gurudev hält an nichts anderes als an meinen Reisepass. Die Lecture war aus und was glaubst du was der Sannayasin sagt, der Gurudev betreut, er sagt ihr könnt Euch Eure Pässe ab heute dort und dort abholen. Wow.
Aber dieses ganze Vergehensdenken hat mir hart zugesetzt, wenn ich mich jetzt vor dem nicht verneige ist das ein Vergehen usw.Ich bin da so empfänglich so empfindlich ich glaube es reicht schon wenn viele um mich herum das denken, gar nicht aussprechen schon setzt es mir zu.

Ich habe mich in letzter Zeit auch wieder viel mit Jesus beschäftigt, den ich auch liebe, zwei Bücher von Eugen Drewermann „Der Mensch braucht mehr als nur Moral“ und „Jesus von Nazareth“ haben mir sehr geholfen und mich beeindruckt. Überhaupt Drewermann ist ein richtiger Jesus-Bhakti, da kommt eine Heilungsenergie Liebesenergie rüber von ihm. Dieses entschuldet sein obwohl man es nicht verdient hat, man kann es gar nicht verdienen, es gibt nichts zu verdienen, bedingungslos geliebt sein von Anfang an. Letztlich auch das was gestern in Bensheim der Sannayasin, ich weiß seinen Namen nicht, gesagt hat. Drewermann sagt in dem einen Buch auch, dass es nach der Psychoanalyse nicht mehr reiche den Menschen nur mehr mit Moral zu kommen zu sollst nicht …sein, vielmehr stellt sich Frage warum handelt der Mensch so (im grunde gegen das Lebendige und die Liebe) es geht erst mal ums verstehen und er wäre immer auf Angst aus Mangel aus Liebe gestoßen er meint alle Sünden gründen in Angst.
Und die Lösung ist Liebe. Und Jesus ist nicht gekreuzigt worden weil er oder Gott es so wollte, er hat es in Kauf genommen, aber es wäre ihm anders lieber gewesen, er hätte darauf bestanden, dass das Reich Gottes jetzt hier ist und erst nicht irgendwann kommen wird und man bräuchte sich keine Sorgen mehr machen.

15.7.07, M. d.

Haribol Ram das!
Danke für diesen wunderbaren Aufsatz, jeder Devotee sollte ihn lesen können! Respekt vor deiner vorzüglichen Recherche und eindringlichen Analyse des Themas. Auch wenn du dafür einiges hast durchleiden müssen, wird sicher für viele eine große Hilfe sein. Alles Liebe und Gute für deinen weiteren Weg.

19.7.07, L. d.d.

Haribol lieber Ram,
ich habe heute sehr intensiv Deine Seiten über FREIE BHAKTI ohne Angst gelesen. Das tat soooo gut!!! Alles was ich in meinem Innern spüre und wo ich immer nach passenden Worten suche- Du hast sie gefunden und niedergeschrieben! Gebote und Verbote- Regeln und Regulierungen- das alles kenne ich zur genüge aus dem Christentum und als ich vor wenigen Jahren das Krsna-Bewusstsein kennen lernte wurde ich auch hier sofort wieder damit konfrontiert. Es macht mich glücklich, dass es in der Zwischenzeit immer mehr Devotees gibt, mit Mut und weniger Angst- und mit gaaanz viel Liebe!
Wie sagt Gurudeva: Nur bhakti gibt bhakti!!!

So -jetzt werde ich noch ein bisschen im Caitanya caritamrita lesen- und bei eventuell auftretenden Fragen werde ich mich vertrauensvoll an Dich wenden.

Liebe Grüße
L.

19.7.07, G.

deine “ free Bhakti“ is der Hit schlechthin. (…) Dein Free Bhakti is da schon hilfreich für mich, sowas in worte zu fassen. es anzunehmen und mir ehrlich einzugestehn, Gonzo du bist okay, und eine Bringleistung nur um die form zu wahren oder gar sich darzustellen wie ich nicht bin aber gerne wäre ist wohl eine große Lüge, ich bin halt gonzo, und ich erfahre das Ehrlichkeit sehr wichtig ist damit meine ich die Ehrlichkeit zu mir selbst. Somit sind für mich manche regeln eher hinderlich und würden mich in meiner größe behindern, denn eins weiß ich mit sicherheit ich bin nicht klein, sondern hab größe das kann ich nicht verleugnen.

30.9.07, A. K. d.

Hari Hari!
Ich wollte mich noch mal bei dir bedanken. Ich habs schon laengst gelesen und ich bin richtig begeistert.

Ein Gedanke zu „Reaktion auf „Freie Bhakti“

  1. Hallo. Ich wollte einfach nur Danke sagen.

    Beinahe wäre das frische kleine Pflänzchen vetdorrt. Ich stehe noch ganz am Anfang und mich plagten einfach nur noch Schuldgefühle. Konnte und wollte mich nicht mehr Krishna nähern. Bei mir ist es das Rauchen und der Kaffee. Jetzt wo ich mich hier eingelesen habe kann ich mich von Herzen wieder ohne schlechtes Gewissen meinem Herrn zuwenden. Spontan und mit der Hoffnung und Gewissheit ihm immer näher kommen zu können. Ich werde mir über die richtige Reihenfolge (Befreiung->Bhakti) noch ein paar anschauliche Notizen machen. Und das ganze einfach beobachten..ganz ohne Druck. Allein Krishnas grundlose Barmherzigkeit.
    Das Rauchen habe ich schon einmal aufgegeben und ich werde es wieder schaffen. Krishna ist meine Zuflucht.

    Danke von Herzen!

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